Deutsche Bahn

Diversity & Soziales

Wir leben Vielfalt und soziale Verantwortung

Eine vielfältige Belegschaft unabhängig von Geschlecht, Alter, Kultur oder Behinderung bringt wichtige Potenziale mit sich. Es macht uns vielfältig und gibt uns die Möglichkeit soziale Verantwortung zu übernehmen.

Vielfalt zu leben bedeutet, Unterschiede innerhalb der Belegschaft wahrzunehmen, wertzuschätzen und diese bewusst zu nutzen. Unser Diversity Management konzentriert sich vor allem auf vier Dimensionen:

  • Geschlechter
  • Generationen
  • Physische und psychische Fähigkeiten
  • Kulturen

Indem wir Vielfalt gezielt fördern, unterstützen wir zugleich die Strategie des DB-Konzerns.

Vielfalt von Geschlechtern

Dass Männer den Großteil unserer Belegschaft ausmachen, ist unschwer zu erkennen – zumindest in unseren Werken. Unser Ziel ist es, den Frauenanteil perspektivisch zu erhöhen und auch mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Hier setzen wir schon bei jungen Potenzialträgerinnen an. Mit verschiedenen Aktivitäten suchen wir frühzeitig den Kontakt zu Schülerinnen und Studentinnen, um Interesse an technischen Berufen zu wecken. Dazu gehören:

  • Praktikaangebote
  • das bundesweite Berufsorientierungsprojekt „Girls‘ Day“, an dem viele unserer Werke ihre Tore öffnen, um Schülerinnen ab der 5. Klasse unsere Ausbildungsberufe näher zu bringen
  • die Veranstaltung „Girls Go Technik!“, bei der Schülerinnen gezielt gewerblich-technische Ausbildungsberufe „live“ erleben können
  • Kooperationen mit Schulen und Hochschulen (siehe Duales Studium unter dem Navigationspunkt Nachwuchsförderung) 

Später fördern konzernweite Netzwerke, wie zum Beispiel „Frauen bei der Bahn“, den Austausch unserer Mitarbeiterinnen mit anderen Frauen im DB-Konzern. Zudem unterstützen frauenspezifische Seminare und Coaching-/Mentoringprogramme von DB Training Frauen in verschiedenen individuellen Situationen. Viele weitere Angebote erleichtern die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben, etwa:

  • unsere individuellen Arbeitszeitmodelle/Schichtmodelle 
  • Vertrauensarbeitszeit 
  • Teilzeitarbeit
  • Home Office
  • Hilfe bei der Suche nach Kinderbetreuungseinrichtungen 
  • unterstützende Maßnahmen bei der Wiedereingliederung in den Beruf nach der Elternzeit 
  • Mehrarbeitszeiten auf einem Langzeitkonto anzusparen, um später beispielsweise ein Sabbatical zu machen

(vieles davon richtet sich natürlich auch an unsere männlichen Kollegen!)

Gerade in unseren Werken, die teilweise seit weit über 100 Jahren bestehen, haben häufig schon mehrere Generationen einer Familie gearbeitet. Der demografische Wandel führt nicht nur zu einer veränderten Altersstruktur, sondern auch zu einem anderen Miteinander. Das Zusammenarbeiten verschiedener Generationen bringt viele Potenziale mit sich, aber auch Herausforderungen. So ist es zum Beispiel ganz wesentlich, dass das wertvolle Wissen unserer älteren Mitarbeiter nicht verloren geht, sondern an unseren beruflichen Nachwuchs weitergetragen wird. Einige unserer Werke engagieren sich hier bereits mit einem gezielten Wissensmanagement. Das Werk Cottbus beispielsweise hat zusammen mit der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg ein für das Werk individuelles, modernes Kompetenz- und Wissensmanagement erarbeitet.

Wir verfügen über mehr als 100 Arbeitsplätze für einsatzbeschränkte Mitarbeiter in unseren sieben Integrationswerkstätten (IWS) in Hannover, Köln-Nippes, Ingolstadt, Osnabrück, Wanne-Eickel, Kirchmöser und Cottbus. Sei es die Aufbereitung und Neuanfertigung von eisenbahnspezifischen Komponenten und Bauteilen, Leistungen im Bereich Metallbau und Siebdruck, die Prüfung und Instandsetzung von Feuerlöschern oder die individuelle Fertigung von Geschenkartikeln und Stempeln: Die Mitarbeiter der IWS leisten ihren eigenständigen Beitrag und Mehrwert zur Wertschöpfung unseres Unternehmens. Die unterschiedlichen Leistungen werden sowohl von unseren internen als auch zahlreichen externen Kunden nachgefragt. Unter ihnen sind viele, die seit Jahren auf die Kompetenz, Zuverlässigkeit und Qualität der Leistungen der IWS vertrauen.

Das Zusammenarbeiten von Menschen verschiedener Kulturen ist bei uns an der Tagesordnung und ein wertschätzendes Miteinander daher unabdingbar. Unsere kulturelle Vielfalt und gleichzeitig unsere soziale Verantwortung fördern und leben wir außerdem, indem wir Flüchtlingen berufliche Perspektiven bieten. Besonders engagiert ist das EZW München, das bereits mehreren Flüchtlingen Praktika, Ausbildungsplätze oder eine Beschäftigung ermöglicht hat (lesen Sie hierzu auch den Artikel „Mehr Vielfalt im EZW München“ in der Ausgabe Juni/2016 unserer Mitarbeiterzeitung „Blickpunkt FZI“). Für sein Engagement im Bereich der Integration hat der DB-Konzern das EZW München im November 2015 sogar mit einer Leuchtturm-Auszeichnung prämiert.


Kulturelles und soziales Engagement im Wettbewerb „Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt“

„Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt“ (BAgHuG) wurde gemeinsam durch den DB-Konzern und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) im Jahr 2000 gestartet. Von Anfang an waren engagierte Azubiteams aus unseren Werken daran beteiligt.

Jedes Jahr im Herbst werden die DB-Azubis im ersten Ausbildungsjahr dazu aufgerufen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Kategorien sind „kulturelle Vielfalt“, „kollegiales Miteinander“ und „soziales Engagement“. Mit viel Engagement, Kreativität und einem klaren Bekenntnis zu Toleranz, Diskriminierungsfreiheit, gesellschaftlicher Vielfalt und Demokratie haben unsere Azubis schon viele bemerkenswerte Projekte realisiert.

Im Jahr 2016 haben sich die Azubis vor allem mit der Unterstützung und Integration von Flüchtlingen, der Armut in Deutschland sowie Mobbing und Ausgrenzung auseinandergesetzt. Beispielsweise haben sie Sportveranstaltungen mit Flüchtlingen organisiert und in einer Bahnhofsmission mitgearbeitet. Außerdem interviewten sie Menschen in der eigenen Region zu ihrer Haltung gegenüber ausländischen Mitbürgern und ihren Erfahrungen sowie im Gegenzug Menschen mit Migrationshintergrund zu ihren Erlebnissen.

Bei diesem Wettbewerb zeichnet eine Jury die sieben besten Beiträge aus. Auch Teams der DB Fahrzeuginstandhaltung haben schon mehrfach gewonnen. 

Doch unabhängig davon, welche Beiträge prämiert werden. Alle Projekte sind wertvoll und geprägt durch ein hohes Engagement unserer Azubis und die großartige Unterstützung vieler Kollegen – allen voran unsere Azubi-Gesamtkoordinatoren.