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Verantwortung für unsere Umwelt

Reduktion von Emissionen, ein aktiver Umweltschutz und Einsparung von Energie gehören seit Jahren zu den Leitlinien unseres Unternehmens.

Wir haben uns verpflichtet, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent zu reduzieren. Ein effizienterer Einsatz von Energie durch Maßnahmen an bestehenden Gebäuden und die Nutzung moderner, maschinentechnischer Anlagen tragen dazu bei. Zusätzlich legen wir unseren Schwerpunkt auf energieeffiziente Beleuchtungskonzepte. Auch für unsere Kunden entwickeln wir Produkte und Lösungen, die unserem hohen Anspruch an Nachhaltigkeit entsprechen.

Die DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH betreibt in Nürnberg einen Standort zur Instandhaltung und Reparatur von Schienenfahrzeugen. Der Schwerpunkt des Werkes liegt auf der schweren Instandhaltung von Hochgeschwindigkeitstriebzügen, hauptsächlich der ICE 1- und der ICE 2-Generation, sowie verstärkt in der Übernahme von Sonderprojekten. Die Komponentenaufarbeitung im Bereich der Leistungselektronik, Modernisierungen und Unfallinstandsetzungen sind eine weitere Stärke des Werkes, in dem modernste Lackieranlagen zur Neulackierung ganzer Züge ebenfalls zum Leistungsspektrum zählen. Durch weitreichende Umbaumaßnahmen wurde die Infrastruktur in den zurückliegenden Jahren bereits erheblich verbessert und weiter ausgebaut.

Für eine gesamtheitliche Ausrichtung der Energieversorgung am Standort Nürnberg wurde die Erarbeitung eines Gesamtenergiekonzeptes an das Institut für Energietechnik (IfE GmbH) an der Ostbayerischen Technischen Hochschule in Amberg vergeben. Aufbauend auf einer umfassenden Analyse und Zusammenfassung der Ist-Situation am Standort sollten darin umfassend Möglichkeiten und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sowie innovative Maßnahmen der Energieversorgung aufgezeigt und auf Umsetzbarkeit geprüft werden. In das Gesamtenergiekonzept wurden auch die Arbeiten, und daraus resultierende energetischen Möglichkeiten, im Zuge der laufenden Boden- und Grundwassersanierung am Standort mit einbezogen.

Die Erstellung des Gesamtenergiekonzeptes wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie aus dem Programm zur Förderung innovativer Energietechnologien und der Energieeffizienz (BayINVENT) mit 30 % gefördert.

Mit dem Gesamtenergiekonzept liegt der DB Fahrzeuginstandhaltung ein umfassender Gesamtüberblick über die Energieversorgung am betrachteten Standort in Nürnberg vor. Ausgehend von der Aufnahme und Dokumentation der Versorgungsstruktur wurden die Energieumsätze dargestellt, Kennzahlen gebildet und die Ausgangssituation bewertet.

Im Bereich der Wärmeversorgung mit Leitungsnetz und Verteilung konnten einige Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz identifiziert werden. Über das bestehende Leitungsnetz entstehen sehr hohe Wärmeverluste. Mit einer gezielten Aufteilung der beiden Leitungsstränge – Anbindung mit / ohne Sommerverbraucher – könnte während der Sommermonate ein Kreis außer Betrieb genommen werden und damit die Wärmeverluste sowie der Hilfsenergieverbrauch reduziert werden.

Weiterhin wurden die Möglichkeiten zur Installation und Integration einer KWK-Anlage in die bestehende Versorgung des Standortes technisch und wirtschaftlich geprüft.

Der Betrieb eines Erdgas-BHKW ist am Standort unter den gegebenen Randbedingungen mit der Berücksichtigung einer hohen Stromeigennutzung grundsätzlich wirtschaftlich darstellbar. Über einen Betrachtungszeitraum von zehn Jahren könnte eine deutliche Kosteneinsparung im Vergleich zur reinen Versorgung über Fernwärme erfolgen. Da die Fernwärmeversorgung am Standort derzeit mit einem Primärenergiefaktor von „Null“ erfolgt, kann mit dem Betrieb eines Erdgas-BHKW in KWK hier keine weitere Verbesserung erfolgen.

Im Zuge der Bearbeitung wurden auch die laufenden Arbeiten der Bodensanierung in enger Zusammenarbeit mit dem Sanierungsmanagement mit einbezogen. Die Voraussetzungen für eine energetische Nutzung des Grundwassers sind hier am Standort optimal. Die Verbindungsleitungen von den Brunnen zur Wasseraufbereitung sind ohnehin zu errichten und können zur energetischen Nutzung des Wassers eingebunden werden. Eine direkte Leitungsführung vorbei an Bau 53 bietet sich zum Aufbau einer Übergabestation mit Wärmetauschern in Bau 53 aufgrund kurzer Wege sehr gut an. Das Grundwasser könnte hierbei direkt zur Kühlung bzw. später optional auch zusätzlich als Energiequelle für eine Wärmepumpe genutzt werden. Die Anbindung der Brunnenleitung für eine spätere energetische Nutzung sollte im Zuge der anstehenden Arbeiten in jedem Fall durchgeführt werden.

Im Rahmen einer Abschlusspräsentation wurden die Ergebnisse dem Standort vorgestellt.