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Colibri-Familie wächst: immer öfter WLAN im Zug

Die meisten Zugreisenden denken bei Colibri an einen kleinen flinken Vogel. Doch Colibri steht auch für „Coach Link for Broadband Information“, eine von der DB Fahrzeuginstandhaltung entwickelte IT-Lösung. Ihr verdanken Bahnfahrer eine der größten Annehmlichkeiten im Zug: den Internetzugang. Immer mehr Züge, auch im Nahverkehr, rüstet die DB Fahrzeuginstandhaltung damit aus.

Die meisten Zugreisenden denken bei Colibri an einen kleinen flinken Vogel. Doch Colibri steht auch für „Coach Link for Broadband Information“, eine von der DB Fahrzeuginstandhaltung entwickelte IT-Lösung. Ihr verdanken Bahnfahrer eine der größten Annehmlichkeiten im Zug: den Internetzugang. Immer mehr Züge, auch im Nahverkehr, rüstet die DB Fahrzeuginstandhaltung damit aus. 

Colibri stellt eine einheitliche IT-Infrastruktur zur Verfügung und ermöglicht zahlreiche digitale Anwendungen – unter anderem eben WLAN im Zug. Für die bestmögliche Verfügbarkeit und Bandbreite nutzt die WLAN-Technik ein Multi-Provider-System, das die Mobilfunknetze unterschiedlicher Mobilfunkanbieter sowie 3G und 4G verwendet. Dieses System wurde von der DB Fahrzeuginstandhaltung  entwickelt. Welche Bandbreite im Zug tatsächlich genutzt werden kann, ist abhängig von der Leistungsfähigkeit und dem Streckenausbau der Mobilfunknetze entlang einer befahrenen Strecke.

Ein enormer Kraftakt

Unter anderem fährt die 423er-Flotte (60 Züge) im Nordnetz der S-Bahn Stuttgart nun mit Colibri. Jedes Fahrzeug wurde mit Systemelementen, bestehend aus Rechner, drei Modems und Festplatte, drei Access-Points, Außen- und Innenantennen sowie Leitungen und Steckanschlüssen ausgestattet. Der Umbau war noch vor dem festgelegten Fertigstellungstermin abgeschlossen. „Es war ein enormer Kraftakt, aber das Team war sich von Anfang an sicher, dass wir es schaffen“, sagt Melvin Zinngrebe, Leiter IT im Zug der DB Fahrzeuginstandhaltung. Seit Juli rüstet die S-Bahn Stuttgart auch ihre 430er-Fahrzeuge (97 Züge) um. Ab Sommer 2019 werden die Fahrgäste dann in der gesamten Fahrzeugflotte den Genuss des freien WLANs haben.

Die S-Bahn Rhein-Main schließt sich der Colibri-Familie ebenfalls an: Die Ausstattung ihrer Züge mit dem IT-System läuft zurzeit. Bis Ende 2019 werden alle 191 Züge der Flotte im Auftrag des Rhein-Main-Verkehrsverbundes und der S-Bahn mit WLAN ausgestattet. Pro Zug werden dafür 260 Meter Kabel verlegt und etwa 350 Bauteile eingebaut.

Auch der Norden setzt auf WLAN im Zug

Auch das Harz-Weser-Netz weitet sein WLAN-Angebot aus: Reisende können jetzt in allen Zügen rund um den Harz online surfen. Bisher stand nur in den Zügen zwischen Braunschweig und Salzgitter-Lebenstedt kostenfreies WLAN zur Verfügung.

Nächstes Jahr wird die Tausendermarke „geknackt“

Bundesweit kommt Colibri schon in über 500 Zügen zum Einsatz. Bereits im kommenden Jahr wird die DB Fahrzeuginstandhaltung das tausendste Fahrzeug damit ausstatten. Weiter entwickeln will sie auch die Anwendungsmöglichkeiten für WLAN im Zug. Wie in einem App-Store könnte eine breite Palette an Mehrwertdiensten entstehen, die auf die vorhandene Hardware aufsetzen. In Arbeit ist zum Beispiel ein Gamification Modul, das die Nutzer in spielerischer Weise unterhält und als Kanal für die Marketingkommunikation, etwa der Aufgabenträger oder Verkehrsunternehmen, eingesetzt werden kann.