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Werk Meiningen macht Molli wieder flott

Bei einem Unfall wurde Ende Mai eine Schmalspurdampflok der Mecklenburgischen Bäderbahn Molli schwer beschädigt und war somit fahrunfähig. Kurzfristig führte das Werk Meiningen der DB Fahrzeuginstandhaltung ihre aufwendige Reparatur durch.

Bei einem Zusammenstoß der Mecklenburgischen Bäderbahn Molli mit einem auf einem unbeschrankten Bahnübergang in Kühlungsborn stehenden Traktor wurde die Lok schwer beschädigt. Die dampfbetriebene Bäderbahn (Spurweite 900 Millimeter) bedient im Planverkehr die 15 Kilometer lange Strecke zwischen Bad Doberan und dem Ostseebad Kühlungsborn. Jährlich fahren rund 560.000 Fahrgäste mit Molli. Die Bäderbahn beauftragte das Werk Meiningen der DB Fahrzeuginstandhaltung mit der Reparatur. Zum Werk wurde die Lok per Tieflader über die Straße transportiert.

Die Meininger erwiesen sich als flexibel: Sie schafften es, die Lok kurzerhand in Arbeit zu nehmen. Zur Befundung des Fahrzeugs demontierten sie die Achsen, eine beschädigte Pufferbohle und bauten das Führerhaus ab. Die Beseitigung der Unfallschäden beinhaltete die Erneuerung der Pufferbohle, die Vermessung und Berichtigung des Fahrzeugrahmens sowie das Ausgießen der Achslager. Außerdem arbeitete das Team Teile der Dampfmaschinensteuerung auf. Anschließend führte das Werk zusätzliche Arbeiten aus, die nicht durch den Unfall bedingt waren: Radsätze profilieren, Stangen und Triebwerk aufarbeiten sowie das Fahrwerk teilweise neu lackieren. „Wir haben den Terminplan eingehalten und alle Arbeiten zur vollsten Zufriedenheit unseres Kunden ausgeführt“, freut sich Werkleiter Marcel Scholz. Dank der Flexibilität des Werks Meiningen und der umgehenden Instandsetzung ist die Lok nach nur kurzer Ausfallzeit bereits wieder im Dienst.