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In Cottbus entsteht das modernste Bahnwerk Europas

Die DB Fahrzeuginstandhaltung betreibt künftig das modernste und umweltfreundlichste Bahn-Instandhaltungswerk in Europa. Bis zum Jahr 2026 entstehen am Standort des heutigen Werks Cottbus zahlreiche Anlagen auf dem aktuellsten Stand der Technik.

Im Rahmen eines Festakts haben Prof. Dr. Sabina Jeschke, Vorstand Digitalisierung und Technik der Deutschen Bahn, sowie Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur, am 17. September die Pläne für das neue Bahnwerk in Cottbus vorgestellt. Als prominente Gäste und Redner waren Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sowie die Ministerpräsidenten von Brandenburg und Sachsen, Dr. Dietmar Woidke und Michael Kretschmer, vor Ort.

Geplant sind zwei neue Hallen: Eine ICE-Halle für die schwere Instandhaltung von Elektrotriebzügen (ICE 4); dort werden die Züge gewartetrepariert und bei Bedarf umgebaut. Die andere neue Halle dient der Umrüstung von Dieselfahrzeugen: Als einziger Standort in Deutschland wird das neue Bahnwerk Cottbus ab 2026 Diesel- zu Hybridzügen umrüsten und die Fahrzeuge instandhalten. Im Werk Cottbus entsteht zudem ein neues Technologie- und Verwaltungszentrum, in dem sich Experten der Hybridforschung widmen werden. Die Bauarbeiten sollen bereits im Jahr 2023 beginnen.

Das Werk in Cottbus mit seinen zurzeit 420 Mitarbeitern existiert seit nahezu 150 Jahren. Durch die Erweiterung werden am Standort zusätzlich 1.200 hochwertige Industriearbeitsplätze entstehen. Darunter sind 100 Auszubildende, denen dadurch unter optimalen Bedingungen der Start ins Berufsleben ermöglicht wird. 

„Dieses Werk wird so weit automatisiert und digital gesteuert werden wie kein anderes – ein Leuchtturm für deutsche Ingenieurskunst“, unterstreicht Prof. Dr. Sabina Jeschke. „Roboter, lernende Maschinen und künstliche Intelligenz verkürzen den Werkstattaufenthalt der ICE-Züge radikal. Die Fahrzeuge können viel schneller wieder auf die Schiene – für einen pünktlichen Bahnbetrieb. Mit dem neuen Werk und mehr als doppelt so vielen Arbeitsplätzen erweitern wir unsere Kapazitäten enorm.“ 

„Mit dieser umfangreichen Werks- und Technologieerweiterung bleibt der Standort Cottbus nicht nur weiterhin das Kompetenzzentrum für dieselhydraulische und dieselelektrische Schienenfahrzeuge und deren Komponenten“, ergänzt Gorden Falk, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Fahrzeuginstandhaltung, „sondern bereitet sich auch auf künftige Herausforderungen vor, die das Wachstum des Schienenverkehrs mit sich bringt. Im Zuge der starken Schiene wird allein die ICE-Flotte auf mehr als 420 Fahrzeuge aufgestockt.“

Zusätzlich zur Erweiterung des Bahnwerks soll in der Region um Cottbus die Schieneninfrastruktur modernisiert werden. Unter anderem werden in der Lausitz die Bahnstrecken von Cottbus nach Berlin, Leipzig, Dresden und Görlitz ausgebaut, elektrifiziert und für höhere Geschwindigkeiten fit gemacht.