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Startschuss für Auftrag aus Osteuropa

Die DB Fahrzeuginstandhaltung hat mit der Aufarbeitung von Fahrzeugkomponenten im Auftrag von „ŽOS Zvolen“ begonnen. Das slowakische Unternehmen modernisiert derzeit Motoreinheiten des Fahrzeugtyps VT 646 für die tschechische Staatsbahn.

„Dieses Projekt ist ein tolles Beispiel für internationale Zusammenarbeit in der europäischen Schienenbranche“, sagt Martin Nemecek, Vertrieb Produkte bei der DB Fahrzeuginstandhaltung. Die tschechische Staatsbahn České dráhy hatte zwölf Nahverkehrszüge erworben, die davor zum Bestand von DB Regio gehörten. Die Ausschreibung für die Revision der Dieseltriebwagen gewann das Instandhaltungsunternehmen ŽOS Zvolen aus der Slowakei. Dieses holte die DB Fahrzeuginstandhaltung als Partner für die Aufarbeitung aller komplexen technischen Bauteile an Bord.

Mit den Gelenktriebwagen des Typs VT 646 hat die DB Fahrzeuginstandhaltung bereits langjährige Erfahrung. „Die Komponentenaufarbeitung gehört zu unserem Kerngeschäft“, so Nemecek. „Vom technischen Know-how über das Engineering bis hin zur Materialbeschaffung stellen wir unserem Partner in der Slowakei ein verlässliches Komplettpaket zur Verfügung.“ Im Werk Kassel, dem Kompetenzzentrum für Dieseltriebzüge, werden ab sofort die Drehgestelle und Radsätze aufgearbeitet, im Kompetenzzentrum für Dieselmotoren in Bremen die Centaflex-Kupplungen. Um die Fahrmotoren kümmert sich das Werk Dessau und um alle elektronischen Bauteile das EZW München als Kompetenzzentrum für die Aufarbeitung von Elektronikkomponenten. Die Aufarbeitung des Bremssystems übernimmt das Kompetenzzentrum für Bremskomponenten in Fulda.

Trotz Corona konnte das Projekt ohne Verzögerung starten. Die ersten Komponenten wurden bereits ausgeliefert. Der Auftrag läuft bis zum Jahr 2022. „Wir freuen uns, mit diesem Projekt unser osteuropäisches Netzwerk weiter auszubauen“, betont Nemecek. „Auch über die Grenzen hinweg können wir als starker Partner unsere Leistungen zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten. Mit Blick auf den europaweit steigenden Bedarf im Schienenverkehr werden internationale Kooperationen wie diese immer wichtiger.“