Neues Werk Cottbus – Ausbau geht in die entscheidende Phase

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In den kommenden Wochen wird die erste Hälfte der Halle 1 erstmals testweise in Betrieb genommen und unter Strom gesetzt. Die bauliche Fertigstellung ist für Ende 2026 geplant, im Februar 2027 soll planmäßig der erste Zug einfahren. 

Das Werk aus der Vogelperspektive
Das Werk aus der Vogelperspektive
Quelle: DB AG / Volker Emersleben
Das Werk aus der Vogelperspektive

Künftig wird hier die schwere Instandhaltung des ICE 4 deutlich effizienter: Durch moderne Werkstattinfrastruktur verkürzt sich die Durchlaufzeit auf rund drei Wochen – etwa halb so lang wie an anderen Standorten. So stehen die Züge schneller wieder zuverlässig für Fahrten in Deutschland, der Schweiz und Österreich bereit. 

Auch die achte Sitzung der Task Force Bahnstandort Cottbus unterstreicht die Bedeutung des Projekts für die Lausitz. Die Task Force ist ein gemeinsames Arbeitsgremium von Politik, Bahn und weiteren Beteiligten, das zentrale Themen rund um den Bahnstandort Cottbus koordiniert und vorantreibt. Neben dem Baufortschritt stand die Stärkung des regionalen Bahnprofils durch neue Studienangebote der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg im Bereich Schiene und Bahn im Fokus. Ein weiteres wichtiges Thema: die bessere Anbindung der Region durch den zweigleisigen Ausbau zwischen Lübbenau und Cottbus – die Voraussetzung für den Halbstundentakt im Regionalverkehr zwischen Berlin und Cottbus. Mit einer besseren Schienenanbindung an Berlin kann die Region zukünftig weiter gestärkt werden.

Mit dem neuen Werk entsteht in Cottbus eines der bedeutendsten Bahnindustrieprojekte Deutschlands. Es schafft bei Vollauslastung 1.200 qualifizierte Industrie- und Ausbildungsarbeitsplätze, stärkt den Strukturwandel in der Lausitz und positioniert die Region als zukunftsorientierten Standort für Mobilität, Technik und Innovation.